Flucht 

„Wer Waffen sät, wird Flüchtende ernten.“


Von Tieren und Flüchtlingen – Hilal Sezgin
Die Tierrechtlerin als humanitäre Hilfskraft ist ziemlich selbstverständlich, denn der eine politische Kampf ist genauso wichtig wie der andere.
Die politischen Veganer*INNEN engagieren sich für alle Tiere, auch für Menschen. 
An etlichen Stationen, an der Freiwillige Geflüchtete versorgen, wird vegan versorgt oder gekocht. Die Leute von „Mastanlagen Widerstand“, die sich sonst vor Schlachthöfen anketten, sind irgendwo bei Lesbos unterwegs. Und warum? Weil es derselbe Kampf ist. Wir alle, Menschen und andere Tiere, sind verletzliche, bedürftige, empfindungsfähige und eigenwillige Individuen. Es ist ungerecht, wenn andere uns mutwillig am Leben zu hindern versuchen. Und oft benötigen wir die Hilfe anderer, um uns gegen diese Ungerechtigkeit zu wehren.
Wann werden die Menschenrechtler*INNEN sich für alle Tiere einsetzen und aufhören selbst gewalttätig zu sein, indem sie andere Tiere essen oder Produkte aus der Ausbeutung bezahlen und damit die Gewalt selbst aufrechterhalten? 
taz.de-Schlagloch-Tierrechte
 

Afghanistan: Was sicher ist, bestimmen jetzt die Taliban? 
www.proasyl.de-afghanistan-was-sicher-ist-bestimmen-jetzt-die-taliban

 

Waffenhandel
 "Für die Waffenindustrie gibt es nichts Besseres als Konflikte und Kriege", sagt Rüstungsgegner und Buchautor Jürgen Grässlin.

Deutschland ist weltweit einer der größten Waffenexporteure. Algerien ist das Hauptempfängerland für deutsche Waffenexporte. Als Wirtschaftsminister hat Sigmar Gabriel eine Panzerfabrik in Algerien bewilligt, obwohl Amnesty International zahlreiche Menschenrechtsverletzungen in dem Land festgehalten habe.

Auch Länder, die sich derzeit gegen den Jemen im Krieg befinden, wie Saudi-Arabien und Ägypten, werden von Deutschland beliefert. Ebenso wie die verfeindeten Staaten Indien und Pakistan: "Die Deutschen beliefern ganz oft beide Seiten. Und dafür gibt es drei gute Gründe: Profit, Profit und Profit", so Grässlin.

Entscheidungen über die deutschen Rüstungsexporte werden vom Bundessicherheitsrat getroffen, dem Bundeskanzlerin, Vizekanzler und sieben Minister angehören. Die Regierung ist damit persönlich verantwortlich zu machen. 

Erst Ende Januar hat der Bundessicherheitsrat die Lieferung von Patroullienbooten nach Saudi-Arabien genehmigt. Trotz Waffenembargo der Vereinten Nationen gegenüber dem Irak liefert die Bundesregierung Kriegswaffen an die Peschmerga. 

Jeder Waffenexport hat darüber hinaus auch langfristige Folgen. Denn eine Waffe hält im Durchschnitt 50 Jahre. "Die Folgen von Exporten und Nachbaurechten sind unkontrollierbar", so Grässlin. Das Sturmgewehr G3 von "Heckler & Koch" ist in nahezu allen Kriegsgebieten weltweit anzutreffen und der baden-württembergische Hersteller ist "das tödlichste Unternehmen Deutschlands". Ein weiteres Problem sei, dass "Waffen wandern" und oft auf mehreren Kriegsschauplätzen zum Einsatz kämen: "Wer am meisten zahlt, der kriegt." So seien auch Waffen, die die Bundeswehr an die Peschmerga geliefert habe, an den "Islamischen Staat" weiterverkauft worden. "Der IS mordet deutsch", erklärte Grässlin. 
Die deutschen Waffen in den Händen von Terroristen und Armeen sind ein Grund für die hohen Flüchtlingszahlen, denn wir liefern genau in die Länder, wo die Flüchtlinge herkommen.

Der Bau von Sicherheitszäunen im Süden von Libyen und Algerien, die auch von deutschen Firmen hergestellt würden, sei daher eine "zynische Behebung des Flüchtlingsproblems" und würde nicht nur Terroristen, sondern auch Hilfesuchende abhalten. Zusammen mit der Aktion "Aufschrei" fordert Grässlin daher: "Grenzen öffnen für Menschen. Grenzen schließen für Waffen." 
Auch die Mehrheit der Deutschen würde laut einer Emnid-Umfrage einen Stop von Waffenexporten befürworten. "Doch in Berlin passiert exakt das Gegenteil", so Grässlin.

www.lauterbacher-anzeiger.de-juergen-graesslin-kritisiert-in-evangelischer-studierendengemeinde-giessen-deutsche-waffenexporte

 

Zahlen und Fakten
Derzeit befinden sich weltweit knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde. Und sie wächst weiter. 2014 wurden 13,9 Millionen Menschen zur Flucht getrieben - viermal so viele wie noch 2010. Jeden Tag machten sich durchschnittlich 42.500 Menschen auf den Weg auf der Suche nach Frieden, Sicherheit und einem neuen Leben.
Besonders alarmierend: die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder.

Den größten Teil – 38,2 Millionen – bilden die sogenannten Binnenvertriebenen (Internally Displaced Persons – IDP). Sie fliehen innerhalb ihres eigenen Landes, ohne dabei internationale Landesgrenzen zu überschreiten. Binnenvertriebene sind - anders als Flüchtlinge - nicht durch internationale Abkommen geschützt und stehen offiziell nicht unter dem Mandat von UNHCR. Dennoch kümmert sich UNHCR seit vielen Jahren um die Bedürfnisse von Binnenvertriebenen. Denn oftmals befinden sie sich in sehr ähnlichen Situationen wie Flüchtlinge und haben einen ähnlichen Hilfsbedarf.

Die zweite Gruppe sind die 19,5 Millionen Flüchtlinge sowie 1,8 Millionen Asylsuchende, die noch auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten.

www.uno-fluechtlingshilfe.de-fluechtlinge-zahlen-fakten

 


 

Refugees Welcome!



Warum fliehen Menschen? 
Die Gründe, aus denen Menschen gezwungen sind zu fliehen, sind vielfältig: Verfolgung, Folter, Vergewaltigung, Krieg und Bürgerkrieg, drohende Todesstrafe, Zerstörung der Existenzgrundlagen. 
Jedes Jahr fliehen hunderttausende Men­schen vor schweren Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierungen und Repressalien, manchmal aus Lebensgefahr. Darunter sind auch Kinder, die von ihren Eltern allein auf die Flucht geschickt werden, deren Familien zerrissen oder deren Angehörige tot sind. 
Die weltweite Menschenrechts- und Flüchtlingssituation ist und bleibt besorgniserregend. 
www.proasyl.de-wie-viele-fluechtlinge-gibt-es-fluechtlinge-weltweit
 



Kinder allein auf der Flucht: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland 

2011 kamen etwa 4000 Kinder und Jugendliche ohne Eltern und ganz alleine auf sich gestellt als Flüchtlinge nach Deutschland. 
Die meisten von ihnen kommen aus Guinea, Irak, Afghanistan, Somalia und Äthiopien. Doch seit dem "arabischen Frühling" steigt auch die Zahl der Flüchtlingskinder aus dem arabischen Raum.
Die Probleme hören nach oft mehrjähriger Flucht dann aber in Deutschland nicht auf. Hier erwartet sie eine unsichere Zukunft, wenn ihr Recht zum Aufenthalt in einem der reichsten Länder der Welt wieder einmal nur für maximal sechs Monate verlängert wird. 

 


Soldaten werfen ihre Nato-Orden weg
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Zukar 01 - Wer sind diese Deutschen? 

 

Rohstoffkrieg
www.infosperber.ch-Syrien-ein-Krieg-um-Gas-und-Ol
 

 

Macedonian misery: hundreds of people trying to cross from Greece into Macedonia faced cold rain and angry riot police as they gathered in the muddy no-man's land on the border. Many had spent the previous night sleeping outside in the cold and wet.

Posted by Channel 4 News on Donnerstag, 10. September 2015


Flüchtlingselend in Mazedonien – Schließung der Grenzen ist ein Verbrechen !
Hunderte Menschen in der Kälte, im Regen versuchen von Griechenland nach Mazedonien zu gelangen und werden von Staatsdienern mit Knüppeln geschlagen ...

 

Die meisten Flüchtlinge befinden sich in armen Ländern

Selbst in Zeiten stark ansteigender Zahlen sind Flüchtlinge global sehr ungleich verteilt. Reichere Länder nehmen weit weniger Flüchtlinge auf als weniger reiche. Knapp neun von zehn Flüchtlingen (86 Prozent) befanden sich 2014 in Ländern, die als wirtschaftlich weniger entwickelt gelten. Ein Viertel aller Flüchtlinge war in Staaten,  die  auf  der  UN-Liste  der  am  wenigsten  entwickelten  Länder  zu  finden sind.

 

Die sieben größten Herkunftsländer von Flüchtlingen

Syrien - 3,88 Millionen
Afghanistan - 2,59 Millionen
Somalia - 1,11 Millionen
Sudan - 648.900
Südsudan - 616.200
Demokratische Republik Kongo - 516.800
Myanmar - 479.000


Die sechs größten Aufnahmeländer von Flüchtlingen

Türkei - 1,59 Millionen
Pakistan - 1,51 Millionen
Libanon - 1,15 Millionen
Iran - 982.400
Äthiopien - 659.500
Jordanien -  654.100

www.uno-fluechtlingshilfe.de-fluechtlinge-zahlen-fakten
 

Ist dies nun ein Plädoyer für die sofortige Öffnung aller Grenzen? Auf diese Frage laufen Debatten um Grenzschutz meist hinaus. Durchdacht hat solche Szenarien eine Forschergruppe der UNESCO und ist zu verblüffenden Ergebnissen gekommen. [4] Zum einen stellen sie fest, dass Grenzsicherung Probleme lösen will, die es ohne Grenzen nicht gäbe: illegale Einreise und Schmuggel. Den tatsächlichen "Erfolg" von Grenzsicherung schätzen sie gering ein.

Auf die Frage, ob denn in einem Szenario ohne Grenzen nicht die halbe Menschheit auswandern würde, kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass sich wahrscheinlich vermehrt Menschen auf den Weg machen würden, wenn die Einreise legal wäre. Aber sie unterstrichen gleichzeitig, dass restriktive Grenzpolitiken niemanden davon abhalten werden, die Grenzen illegal zu überschreiten, wenn er keinen anderen Ausweg sieht. Und im Vergleich zu dieser "deterministischen" Personengruppe würden diejenigen, die von der grenzlosen Einwanderung Gebrauch machen, nicht bedeutend ins Gewicht fallen. 

Auch eine historische Betrachtung von Ein- und Auswanderung (z.B. Sassen 2000) vermag das weit verbreitete Risiko von Einwanderung zu relativieren. Denn Migration gibt es, seit es Menschen gibt. Sie hat wesentlich zur Entwicklung der Menschen beigetragen, in evolutionärer, sozialer, kultureller und kognitiver Hinsicht. Aber wie Beck formulierte, geht es meist nicht um die Risiken an sich, sondern um deren Wahrnehmung. (Kosten!)

www.bpb.de-ist-einwanderung-ein-risiko